Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

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Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von Sebastian_dR am Mi Okt 04, 2017 9:44 am

Nach dem Vorschlag von Cut: Einzelthread für Folge 3 von DIS.

Full Spoiler ahead!


Zuletzt von Sebastian_dR am Mi Okt 04, 2017 10:21 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von Sebastian_dR am Mi Okt 04, 2017 9:45 am

Mir hat die dritte Folge besser gefallen, als die Pilot-Doppelfolge. Interessante Charaktere, gute Dynamik, gutes Tempo (hat Sorge, sie würden sich jetzt ewig mit dem "Geheimnis" der Discovery beschäftigen). Fühlte sich zumindest strukturell mehr nach Star Trek an: das namensgebende Schiff im Fokus, Ensemble Cast, Monster of the Week-Folge (kind of...). Alle Probleme was Kontinuität und Feeling angeht, bestehen natürlich weiterhin.
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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von Sebastian_dR am Mi Okt 04, 2017 10:04 am

DonGrilleto schrieb:
Warum aber jetzt Michael die Hassfigur aller anderen Charaktere ist und für den Krieg verantwortlich gemacht wird erschließt sich mir garnicht.

Echt nicht? Very Happy Sie hat direkt beim ersten Neukontakt einen Klingonen umgebracht (wie ein Unfall sah das ja eher nicht aus), hat ihren Captain tätlich angegriffen und bewusst gegen ihre Befehle gehandelt (Meuterei; mag Starfleet nicht so sehr) und schließlich den klingonischen Anführer vorsätzlich umgebracht (Phaser von stun auf kill gestellt und somit in Kauf genommen, einen Märtyrer zu schaffen). Mich wundert gar nicht, dass sie im Rest der Flotte nicht mehr so gut ankommt ^^


Cut schrieb:
Die Sprüche von der neuen Sicherheitschefin fand ich ja einfach nur mega schlecht.

Das hat mir auch gar nicht gefallen. Was ich mir aber vorstellen könnte: Bei ENT gab es mit den MACO ja auch noch Personal, welches vom mind set her echt noch "altmodisch" war. Commander Landry erinnert mich sehr an die MACO und vielleicht gibt es 2256 so Leute immer noch bzw. sie zeigen während Kriegszeiten ihren wahren Charakter. Der Captain fällt ja eventuell in eine ähnliche Kategorie. Bleibt abzuwarten, wie die Serie langfristig mit so Charakteren umgeht.


Cut schrieb:
Und so wie es sich im Subtext darstellt, ist das ja alles eingefädelt. Was bedeutet, dass unser neuer Captain hat ganz gezielt den Tod des Piloten des Shuttles in Kauf genommen oder herbeigeführt hat, um die Sache mit "Mickey" ein zu fädeln...

Irgendwie gehe ich ja davon aus, dass der Pilot auch gerettet wurde. Die Discovery war ja direkt über dem Shuttle, als gut in Beamreichweite.
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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von Sebastian_dR am Mi Okt 04, 2017 10:54 am

Und warum müssen wir eigentlich Bryan Fuller seine Pilzfixierung ausbaden? ^^
"A serial killer in the television series Hannibal, created by Bryan Fuller, is named Eldon Stamets and uses his victims as fertilizer to grow mushrooms."
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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von husarHOUDINI am Mi Okt 04, 2017 11:01 am

Ich persönlich habe irgendwie die ganze Folge über Sektion 31 im Kopf gehabt...
Sloan und Lorca könnten gute Freunde sein. Vielleicht sind sie ja zumindest Kollegen. Wink

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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von Sebastian_dR am Mi Okt 04, 2017 11:04 am

Das mit Sektion 31 habe ich jetzt schon ein paar mal gelesen. Sollte die Sektion nicht streng geheim sein? Schwarze Combadges als Erkennungszeichen wären da ja irgendwie... blöde ^^
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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von Der Sigmarpriester am Mi Okt 04, 2017 11:20 am

Wir Wissen noch nicht mal was dieses Schiff überhaupt für eine Rolle spielt in der Föderation? Da der Captain auch berechtigt ist Strafgefangenentranporte umzuleiten wird er schon gewisse Privilegien haben. Seine Einsichten sind auch nicht gerade der Leitspruch von der Föderation und seit DS9 wissen wir auch das Sektor 31 im Grunde fast alles dürfen und die Wachsoldaten von Sektor 31 tragen halt Schwarz.

Die Vermutung liegt halt nahe das Sektor 31 seine finger im Spiel hat^^

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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von Sebastian_dR am Mi Okt 04, 2017 11:30 am

Ziyal schrieb:
Ahja und dass sie einfach ein so wertvolles Schiff vernichten und der neue Captain sagt "Es ist Ja nur ein Schiff", also sind Schiffe in einen Krieg gegen die Klingonen nicht wichtig, oder wie soll ich das verstehen?
Ich stell mir gerade vor, wie Captain Sisko im Dominion kriegt sagt: "Naja es sind Ja nur Schiffe, davon haben wir Massig, genau wie Menschen" ^^

Picard hat die USS Lantree auch zerstören lassen (allerdings wegen der Ansteckungsgefahr). Ist also nicht so, als würde sowas nicht vorkommen. Vielleicht war die USS Glenn einfach zu stark beschädigt, um sie zu bergen, insbesondere so nah am klingonischen Raum und der Gefahr, kriegswichtige und geheime Technologie an den Feind zu verlieren. Sehe echt nicht so das Problem.
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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von Ziyal am Mi Okt 04, 2017 11:49 am

Sebastian_dR schrieb:
Ziyal schrieb:
Ahja und dass sie einfach ein so wertvolles Schiff vernichten und der neue Captain sagt "Es ist Ja nur ein Schiff", also sind Schiffe in einen Krieg gegen die Klingonen nicht wichtig, oder wie soll ich das verstehen?
Ich stell mir gerade vor, wie Captain Sisko im Dominion kriegt sagt: "Naja es sind Ja nur Schiffe, davon haben wir Massig, genau wie Menschen" ^^

Picard hat die USS Lantree auch zerstören lassen (allerdings wegen der Ansteckungsgefahr). Ist also nicht so, als würde sowas nicht vorkommen. Vielleicht war die USS Glenn einfach zu stark beschädigt, um sie zu bergen, insbesondere so nah am klingonischen Raum und der Gefahr, kriegswichtige und geheime Technologie an den Feind zu verlieren. Sehe echt nicht so das Problem.

Naja es geht nicht mal darum, dass er das Schiff vernichtet hat, sondern eher darum wie ^^ so nach dem Motto die Föderation hat Ja sowieso zuviele Schiffe, bei ein oder mehr macht es auch keinen Unterschied mehr, besonders da die Föderation Ja schon in der zweiten Folge recht viele Schiffe verloren hat auf einen schlag Wink
Verstehst, was ich meine?

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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von Sebastian_dR am Mi Okt 04, 2017 11:59 am

Ah, okay. Das bezog sich auf die "unsympathischen Charaktere". Dachte, dass sei ein Vorwurf an die Logik der Serie gewesen.

Ich glaube, man soll Lorca nicht sympathisch finden. Seine Aussagen zu Demokratie, das titelgebende "Context Is for Kings" und auch seine "Empathielosigkeit" gegenüber der USS Glenn und der dort verstorbenen Besatzung zeigen das ganz deutlich.
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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von Ebbi am Mi Okt 04, 2017 12:32 pm

Mich erinnert Lorca auch sehr an Sloane. Ich glaub das soll kein Zufall sein. Das mit dem Schiff zerstören macht schon Sinn, da es im klingonischen Raum trieb und wahrscheinlich nicht die Zeit bzw Kapazität der Discovery da war um es zu bergen. Bei DS9 in der Folge "Martoks Ehre" wurde auch nur die Crew der B´Moth gerettet, dass Schiff wurde wahrscheinlich zerstört. Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, dass Martok sie im Dominion-Raum ließ.
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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von D.J. am Mi Okt 04, 2017 4:53 pm

Ich habe jetzt auch endlich die Dritte sehen können.
Nach dem, für meinen Geschmack total verkorksten Pilotdoppler, ein echt gute Folge.
Kein Star Trek, aber gut.

Warum kein Star Trek?
Holobildschirme, ein vereinzelter Opferklingone in seltsamen Make-up, ein Captain der sich als kriegsverliebt ausweist, ein Drittel der Mannschaft in der Messe ist schwerst bewaffnet ... kurz gesagt;: das typische Mimimimimimimimi eines Alt-Trekkies. der noch mit Kirk, Sperrholzpulten und Kippschaltern groß wurde Wink

Warum gut?
Viele kleine und große Seitenhiebe und Filmzitate die mich schmunzeln ließen.
Der Anflug im Shuttle -> Total Recall mit Schwarzenegger oder Pitch Black (Riddick). Die schwarzen "Schusswesten" und Abzeichen einiger Crewmember -> moderne Söldnerfilme mit Black OP's als Story oder im Hintergrund. Jason Issacs in seinem Bereitschaftsraum -> das hatte was von Gregory Peck in "Moby Dick", der sein neuestes Besatzungsmitglied shanghait hat Razz Bissiger Humor (der John Lennon Vergleich, bei dem ich laut auflachte, zurückspulte weil ich das Folgende nicht mehr verstand ... und wieder lachen musste Very Happy ) Ein wenig "Alien", eine Prise "Die Insel des Dr. Moreau" (Laborszene am Ende bei Lorca) ... kein Star Trek, wie wir es kennen. Aber um Längen besser und durchdachter als der Pilot.

Wie geht es weiter und wie finde ich die Serie bisher?
Pures Star Trek ist es nicht. Das war (und wird es für mich auch immer bleiben) eine positive Utopie, bei der Phaser nur im äußersten Notfall sprachen und der Rest sich mit Diplomatie, Trick und Finesse und notfalls mit einer gehörigen Portion Technobabble lösen ließ Wink DIS ist irgendwie wie eine Milka Crispies in der Verpackung einer Ritter Sport Traube Nuss.
Beides sind Schokoladen, aber im Grunde ist die Verpackung ein Etikettenschwindel.
Zumindest bis jetzt und für mich ganz persönlich.
Das tut der Serie aber keinen Abbruch, wenn ich sie distanziert vom "alten" Universum betrachte.
Da funktioniert sie und da glänzen auch die Akteure, die es gerade bei Serien in den ersten Folgen schwer haben, ihre Rollen zu erfühlen.
Queen spielt ihre Rolle klasse. Als Mensch geboren, bei Vulkaniern aufgewachsen ist sie ein fast das Kind zweier Welten. Wenn sie logisch und kühl agiert, misst man sie als Mensch mit verkümmerten Gefühlen. Handelt sie wie ein Mensch, misst man sie als exotische Vulkanierin mit Gefühlsproblemen.
Da würde ich mich auch teilweise in mich selber zurückziehen.
Jason Isaacs ist eh eine Klasse für sich. Der ist als Captain Lorca perfekt besetzt und hat mich vom ersten Moment an gepackt. Faszinierend, aus der Reihe der Föderation tanzend, dunkel, teilweise schwarzer Humor ... perfekte Leistung!
Der Rest des Casts ist noch ein wenig im Hintergrund, obwohl ich auf Szenen mit Saru und Michaels Zimmergenossin schon ziemlich freue.

Und am Ende ist dann doch etwas Star Trek dabei.
Ein Seitenhieb, der mich zuerst lachen machte (Fullers "Pilz-Phobie") und der mich dann ein wenig an Voyager und das Schicksal der Equinox denken ließ. Das Ganze zu einem Forschungsziel vereint, das zwar in erster Linie militärischen Zwecken dienen soll um den Krieg mit den Klingone nzu beenden, aber im Grunde doch ein Stück des Traums der Föderation ist:
Reisen in quasi Null-Zeit, ferne Welten, fremde Galaxien ...

Ich bleibe also dran, bin froh dass die Show nicht im normalen TV sondern via Stream läuft und sehe das ganze eher als Spin-Off in einer fremden Zeitlinie an, damit der kleine Mimimi-Trekkie in mir die Klappe hält und mich in Ruhe über Captain Lorca und die Discovery nachdenken lässt.

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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von Cut am Mi Okt 04, 2017 6:17 pm

Ich danke Euch, dass ihr das hier in Eigenregie angeleiert und einen eigenen Thread gestartet habt! Super Truppe haben wir hier Smile

Ich hole meinen Senf aus dem allgemein DIS Thread nochmal hier rüber, den ich zu Folge 3 geschrieben habe bzw. erweitere ihn. Da müsst ihr also alle nochmal lesen, um rauszufinden, was ich noch wichtiges von mir gegeben habe^^

Zum allgemeinen Kontext der Serie (hihi, schlechter Wortwitz voll beabsichtigt) habe ich drüben, im entsprechenden Thread noch was gepostet.

Vorneweg: Die Sprüche von der neuen Sicherheitschefin fand ich ja einfach nur mega schlecht. Schon auf der Shuttlerampe die Begrüßung fand ich albern. Das gipfelte dann auf dem Korrido, dem Weg zur "Fütterung der Tiere". Unglaublich lästig. Und nicht zum Setting passend. Finde ich.

Die Folge heute fand ich sehr merkwürdig; da waren Ansätze von dem, was ich bei Star Trek (auch in einer "mordernen Form") erwarte: Wiederekennbare Optik (cardassian Voles, Gorn hinter Glas, Tribble..., sowas) war zumindest schon mal da. Ein klein wenig liebe zu alter, klassischer Literatur (Alice im Wunderland), doch insgesamt war das doch nichts Halbes und nichts Ganzes...

Offensichtliche Fragen (und Anmerkungen):

Was soll überhaupt die Eröffnungssequenz auf dem Shuttle? Ein einzelner Pilot und keine (!) Wächter fliegen auf einem Gefangenentransfer von vier vermeintlichen Schwerverbrechern (Auf "Meuterei" steht wohl lebenslänglich und einer von den Kerlen brüstet sich damit, ein dreifacher (?) Mörder zu sein...). Dann werden Strafgefangene in dieser Föderation wohl zu Zwangsarbeit in Minen gezwungen. Bitte, was?

Dann der Shuttlepilot: Der Pilot ist nicht nur die Inkompetenz in Person, sondern ist allein mit vier (vermeintlichen) Schwerverbrechern (einer davon wohl ein Mörder)?! Läuft munter durch das Abteil, wo die Gefangenen sitzen und "steigt dann aus"? ooookay... Das wirkt alles sehr, sehr herbei gekünstelt und ziemlich schwach.

Und so wie es sich im Subtext darstellt, ist das ja alles eingefädelt mit dem Shuttle. Was bedeutet, dass unser neuer Captain ganz gezielt den Tod des Piloten des Shuttles in Kauf genommen oder sogar herbeigeführt hat, um die Sache mit "Mickey" einzufädeln...

Warum sitzt Burnham nochmal im Knast? - dazu komme ich später noch einmal - wenn ich mich nochmal über die "Gerichtsszene" im Piloten auslasse und die - absolut berechtigte - Frage, warum alle Burnham so sehr hassen.

Doch weiter im Folgenverlauf:

Warum fliegt ein super kleines Außenteam mit einem Shuttle (wie wenig belastbar und vertrauenswürdig die Dinger sind, haben wir ja zu Beginn der Folge sehen müssen) an den Rand des klingonischen Raums - warum macht das die Discovery nicht selber? Insbesondere, wo doch die Technologie so wichtig sein soll?
(Zumal das Schiff ja später in der Folge plötzlich einfach da ist, um das Wrack der Glenn wegzupusten... Albern.
Dann haben wir Techno Gebabbel übelster Sorte mit dem Sporen-Antrieb. Da kann ja nichtmal TNG mithalten^^

Und was soll der Black Alert... Ernsthaft jetzt...?

Und warum wird die Mission von der Landing Party nicht abgebrochen, nachdem man auf dem Schiff auf dem alle Mann tot sind und man seltsame Kratzspuren (von irgendwas Großem in gehörtetem Stahl findet!) also auf eine unbekannte Macht trifft, die offensichtlich gerade einen Zwölfer-Trupp Klingonen abgeschlachtet hat?! Glauben die wirklich, die haben das im Griff?
Klar, rufe ich da nicht nach Verstärkung sondern bleibe vor Ort mit grad mal zwei Sicherheitswachen dabei. Echt?! Not in my Starship...
Und wo kam das Vieh eigentlich her? Haben die Klingonen das mitgebracht? Ist das aus der Transporterkammer "hergesport" worden oder was? Wenn ich mir unseren Captain so anschaue, habe ich noch eine ganz andere, viel gruseligere Idee...

Unter dem Strich... Hm. Naja, was Sebastian sagt, stimmt schon. Eine nette Popcorn-Action-SciFi-Folge, mit Aliens-of-the-Week Thema und minimaler Charakterstudie... Aber vom Hocker reisst mich das auch noch nicht. Und schonmal garnicht als Star Trek.

Wieso ist Saru auf einmal Erster Offizier eines nagleneuen und scheinbar mega wichtigen Schiffes? So richtig mit Ruhm bekleckert hat er sich bei der Schlacht gegen die Klingonen nicht. Und dass er ein Schisser vor dem Herrn ist, sollte sich ja rumgesprochen haben. Da ist ja selbst der zappelige Rotschopf mutiger. Die stellt sich wenigstens ihren Ängsten.

@Der Sigmarpriester: Ich finde die Figur von Cadet Tilly übrigens gut. Und das nicht nur, weil ich auch rote Haare habe^^. Viel zu selten trifft man auf unsichere Figuren, in Star Trek kann man den Charakteren doch eher vorwerfen, sie seien zu ausgereift, zu perfekt und zu erfolgreich. Tilly dabei zu beobachten, wie sie sich zu so einer Person entwickeln wird, stelle ich mir interessant vor. Zumindest, wenn die Showrunner sie nicht bei Gelegenheit wieder entsorgen... Außerdem habe ich das Gefühl, dass hier auch wieder "Randgruppen" in ST einbezogen werden (nein, ich meine nicht die Haarfarbe...), sondern eben jetzt das unsichere Auftreten.

Ihre "Special Needs" (sau lustig, dass Tilly auf das allergisch ist, was wir heute allergischen Personen geben, wenn sie mit der Natur nicht klarkommen. Ist das jemandem bei der Bett-Szene aufgefallen?) lassen es für mich möglich erscheinen, dass wir hier eine Figur mit einer zwischenmenschlichen Störung haben (vllt. nicht so krass wie Sheldon Cooper aus der BBT, aber in die Richtung angelegt). Das finde ich ehrlich gesagt viel spannender als den (sorry...) "Quoten-Homosexuellen" auf dem Maschinendeck..., dessen Aktion, Burnham in dieser Bedrohungslage einen Phaser zu geben, während die ätzende Landry dies verweigert, mir sehr gut gefallen hat. Auch seine Anti-Kriegs-Attitüde finde ich super!

Oh und dann stören mich die vielen Roboter oder Cybernetik-Aliens auf den Schiffen. Dreimal habe ich schon gedacht: Das ist hier doch Star Wars, oder? Oder schlimmer noch, was macht der Borg in der "Mensa"? Wo sind denn die Andorianer und anderen Spezies, die wir vielleicht wiedererkennen könnten. Ein Tellarite zum Beispiel wäre doch nett Wink

Naja, ich schicke das mal ab, ich kann ja später nochmal posten... Wink

Zum Beispiel mehr zum Captain Ahab-Verschnitt und der dubiosen Rechtsauffassung in der Föderation zu Zeiten von DIS Wink


Im Ernst geht es nur mir so, dass ich lieber die Serie über die sieben Jahre von Burnham und Georgioi auf der USS Shenzou sehen würde?[/quote]

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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von Cut am Mi Okt 04, 2017 6:43 pm

Und weiter geht's im Text (endlich wieder Internet auf der Arbeit!!)

Sebastian_dR schrieb:Mir hat die dritte Folge besser gefallen, als die Pilot-Doppelfolge. Interessante Charaktere, gute Dynamik, gutes Tempo (hat Sorge, sie würden sich jetzt ewig mit dem "Geheimnis" der Discovery beschäftigen). Fühlte sich zumindest strukturell mehr nach Star Trek an: das namensgebende Schiff im Fokus, Ensemble Cast, Monster of the Week-Folge (kind of...). Alle Probleme was Kontinuität und Feeling angeht, bestehen natürlich weiterhin.

OK, ich stimme Dir da grundsätzlich zu. Dass das Ensemble endlich zusammenkommt, tut der Sache gut. Wie gesagt, freue ich mich ziemlich auf die Entwicklung von Tilly und der Freundschaft zu Burnham. Das hat für mich was von Geordi/Data, oder eher noch von Kim/Paris.

Sebastian_dR schrieb:Und warum müssen wir eigentlich Bryan Fuller seine Pilzfixierung ausbaden? ^^
"A serial killer in the television series Hannibal, created by Bryan Fuller, is named Eldon Stamets and uses his victims as fertilizer to grow mushrooms."
https://en.wikipedia.org/wiki/Paul_Stamets#In_popular_culture

*sign* Und Michael als Frauenname finde ich ... anstrengend. Ist ja auch so ein Fuller Ding.

husarHOUDINI schrieb:Ich persönlich habe irgendwie die ganze Folge über Sektion 31 im Kopf gehabt...
Sloan und Lorca könnten gute Freunde sein. Vielleicht sind sie ja zumindest Kollegen. Wink

Sebastian_dR schrieb:Das mit Sektion 31 habe ich jetzt schon ein paar mal gelesen. Sollte die Sektion nicht streng geheim sein? Schwarze Combadges als Erkennungszeichen wären da ja irgendwie... blöde ^^

Das ganze Thema schreit ja nach Section 31. Habt ihr die Registry der Discovery gesehen? NCc-1031? Das ist nie im Leben Zufall. Aber die schwarzen Starfleet Deltas sind glaube ich keine Erkennungszeichen für die Sektion 31. Eher für spezielle Crew, die am Black-Alert-Pilzsporen-Antriebs-Projekt arbeitet, bzw. es sichert.

Der Sigmarpriester schrieb:Wir Wissen noch nicht mal was dieses Schiff überhaupt für eine Rolle spielt in der Föderation?  Da der Captain auch berechtigt ist Strafgefangenentranporte umzuleiten wird er schon gewisse Privilegien haben.

Naja, er hat die mehr so gerettet. Er deutet zwar an, dass er Burnham "angefordert" hat, aber ob er sie irgendwo abholen wollte oder das Shuttle auf dem Weg zur Discovery war, bleibt ja offen. Genauso wie das Schicksal des Shuttlepiloten.

Der Sigmarpriester schrieb:Seine Einsichten sind auch nicht gerade der Leitspruch von der Föderation und seit DS9 wissen wir auch das Sektor 31 im Grunde fast alles dürfen und die Wachsoldaten von Sektor 31 tragen halt Schwarz.

Section 31 ist mega geheim. Ein Staat im Staate quasi. Aber sie treten mittels Wachsoldaten offen in Erscheinung? Das bezweifele ich doch sehr...

Der Sigmarpriester schrieb:Die Vermutung liegt halt nahe das Sektor 31 seine finger im Spiel hat^^
Das mag ja sein. Aber eher verdeckt (Lorca könnte ein Agent sein, wie Sloan oder der Typ aus ENT), aber wohl kaum ist die Discovery ein Section 31 Schiff. Möglich aber, dass bei der Benennung die Section 31 sich einen Spaß erlaubt hat^^

Ebbi schrieb:Mich erinnert Lorca auch sehr an Sloane. Ich glaub das soll kein Zufall sein. Das mit dem Schiff zerstören macht schon Sinn, da es im klingonischen Raum trieb und wahrscheinlich nicht die Zeit bzw Kapazität der Discovery da war um es zu bergen. Bei DS9 in der Folge "Martoks Ehre" wurde auch nur die Crew der B´Moth gerettet, dass Schiff wurde wahrscheinlich zerstört. Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, dass Martok sie im Dominion-Raum ließ.

Ja, eine Verbindung von Lorca zu Section 31 an dieser Stelle fände ich wenig überraschand. Die Vernichtung der Glenn hat mir auch erst etwas Magenschmerzen bereitet, aber wahrscheinlich ist die Nähe zum Raum der Klingonen, die starke Beschädigung des Schiffes und die Sensibilität des Black-Alert-Projekts (was ja nunmehr alleine auf der Discovery angesiedelt sein dürfte) ein triftiger Grund, das Wrack zu vernichten und sich aus dem Staube zu machen...

Sebastian_dR schrieb:
Ich glaube, man soll Lorca nicht sympathisch finden. Seine Aussagen zu Demokratie, das titelgebende "Context Is for Kings" und auch seine "Empathielosigkeit" gegenüber der USS Glenn und der dort verstorbenen Besatzung zeigen das ganz deutlich.

Das sehe ich auch so. Man scheint in ihm eine Art frühen Sisko zu sehen. Jemand, der die Drecksarbeit machen kann und sich nicht scheut, sich dabei die Finger schmutzig zu machen und über Leichen zu gehen. Bestes Beispiel ist doch das "Labor", was wir am Ende der Folge sehen und dessen "Bewohner".

Sooo, mehr später Wink

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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von Sebastian_dR am Mi Okt 04, 2017 9:30 pm

Ich habe den Pilz-Antrieb ja für ziemlich großen Blödsinn gehalten. Ist er es vielleicht doch nicht? https://youtu.be/P-oIpBzNUcI

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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von D.J. am Do Okt 05, 2017 7:20 am

Cut schrieb:Vorneweg: Die Sprüche von der neuen Sicherheitschefin fand ich ja einfach nur mega schlecht. Schon auf der Shuttlerampe die Begrüßung fand ich albern. Das gipfelte dann auf dem Korrido, dem Weg zur "Fütterung der Tiere". Unglaublich lästig. Und nicht zum Setting passend. Finde ich.

Cut schrieb:Doch weiter im Folgenverlauf:
Was soll überhaupt die Eröffnungssequenz auf dem Shuttle? Ein einzelner Pilot und keine (!) Wächter fliegen auf einem Gefangenentransfer von vier vermeintlichen Schwerverbrechern (Auf "Meuterei" steht wohl lebenslänglich und einer von den Kerlen brüstet sich damit, ein dreifacher (?) Mörder zu sein...). Dann werden Strafgefangene in dieser Föderation wohl zu Zwangsarbeit in Minen gezwungen. Bitte, was?

Dann der Shuttlepilot: Der Pilot ist nicht nur die Inkompetenz in Person, sondern ist allein mit vier (vermeintlichen) Schwerverbrechern (einer davon wohl ein Mörder)?! Läuft munter durch das Abteil, wo die Gefangenen sitzen und "steigt dann aus"? ooookay... Das wirkt alles sehr, sehr herbei gekünstelt und ziemlich schwach.

Und so wie es sich im Subtext darstellt, ist das ja alles eingefädelt mit dem Shuttle. Was bedeutet, dass unser neuer Captain ganz gezielt den Tod des Piloten des Shuttles in Kauf genommen oder sogar herbeigeführt hat, um die Sache mit "Mickey" einzufädeln...

Warum sitzt Burnham nochmal im Knast? - dazu komme ich später noch einmal - wenn ich mich nochmal über die "Gerichtsszene" im Piloten auslasse und die - absolut berechtigte - Frage, warum alle Burnham so sehr hassen.

Warum fliegt ein super kleines Außenteam mit einem Shuttle (wie wenig belastbar und vertrauenswürdig die Dinger sind, haben wir ja zu Beginn der Folge sehen müssen) an den Rand des klingonischen Raums - warum macht das die Discovery nicht selber? Insbesondere, wo doch die Technologie so wichtig sein soll?
(Zumal das Schiff ja später in der Folge plötzlich einfach da ist, um das Wrack der Glenn wegzupusten... Albern.
Dann haben wir Techno Gebabbel übelster Sorte mit dem Sporen-Antrieb. Da kann ja nichtmal TNG mithalten^^

Und was soll der Black Alert... Ernsthaft jetzt...?

Und warum wird die Mission von der Landing Party nicht abgebrochen, nachdem man auf dem Schiff auf dem alle Mann tot sind und man seltsame Kratzspuren (von irgendwas Großem in gehörtetem Stahl findet!) also auf eine unbekannte Macht trifft, die offensichtlich gerade einen Zwölfer-Trupp Klingonen abgeschlachtet hat?! Glauben die wirklich, die haben das im Griff?
Klar, rufe ich da nicht nach Verstärkung sondern bleibe vor Ort mit grad mal zwei Sicherheitswachen dabei. Echt?! Not in my Starship...
Und wo kam das Vieh eigentlich her? Haben die Klingonen das mitgebracht? Ist das aus der Transporterkammer "hergesport" worden oder was?  Wenn ich mir unseren Captain so anschaue, habe ich noch eine ganz andere, viel gruseligere Idee...

Nach der "Wir marschieren jetzt ein Fed-Logo in den Wüstensand"-Aktion bin ich bei so etwas schmerzbefreit Very Happy
Aber Spaß beiseite:
Neben den offensichtlichen Brüchen mit der Serien- bzw. Universen-Koninuität, wundert mich diesbzüglich gar nichts mehr. Das sind so Kleinigkeiten, die mich auch bei anderen Serien oftmals unglaublich stören und die ich gelernt habe "auszublenden", damit man überhaupt noch Serien und Filme schauen kann.
Diese Unlogik in den Handlungsbögen und den Aktionen und dem Verhalten der Figuren findet man neuerdings leider sehr oft, damit (vermeintlich) Spannung aufkommt oder so etwas wie ein Twist entsteht, mit dem man die Zuschauer bei der Stange halten will.
So etwas habe ich mal anderer Stelle beruflich kritisiert und bekam zur Antwort:
"Wenn ich da jetzt keine Spannung einbaue, breche ich meinen Rhythmus an Spannung und Entspannung und baue zu viel Handlung ein. Da kann mir dann keiner mehr folgen und die Leute springen ab."
Na ja.
Eine Geschichte nach einem festen Aufbauschema durchziehen um die Leser / Zuschauer bei der Stange zu halten ... solange man damit irgendwie durchkommt und es auch noch abgefeiert wird, müssen wir damit leben.

Cut schrieb:Die Folge heute fand ich sehr merkwürdig; da waren Ansätze von dem, was ich bei Star Trek (auch in einer "mordernen Form") erwarte: Wiederekennbare Optik (cardassian Voles, Gorn hinter Glas, Tribble..., sowas) war zumindest schon mal da. Ein klein wenig liebe zu alter, klassischer Literatur (Alice im Wunderland), doch insgesamt war das doch nichts Halbes und nichts Ganzes...

Unter dem Strich... Hm. Naja, was Sebastian sagt, stimmt schon. Eine nette Popcorn-Action-SciFi-Folge, mit Aliens-of-the-Week Thema und minimaler Charakterstudie... Aber vom Hocker reisst mich das auch noch nicht. Und schonmal garnicht als Star Trek.

Jep. Als genau das werde ich die Serie angehen.

Cut schrieb:Wieso ist Saru auf einmal Erster Offizier eines nagleneuen und scheinbar mega wichtigen Schiffes? So richtig mit Ruhm bekleckert hat er sich bei der Schlacht gegen die Klingonen nicht. Und dass er ein Schisser vor dem Herrn ist, sollte sich ja rumgesprochen haben. Da ist ja selbst der zappelige Rotschopf mutiger. Die stellt sich wenigstens ihren Ängsten.

Tilly ist klasse Very Happy (auch wenn ich bei ihrem NAmen immer an "Palmolive" denken muss und gerne meine Hände in Spülmittel baden möchte, weil es so gut für meine Nägel ist  Twisted Evil )

Tilly:

Und Saru ist deswegen jetzt Erster Offizier, damit wir eine Verbindung zur Vergangenheit von Michael haben und gleichzeitig ein tolles Alien, dass auf SM-Stiefeln durch die Gegend stackst, um auch diese Zielgruppe anzusprechen Razz

Cut schrieb:@Der Sigmarpriester: Ich finde die Figur von Cadet Tilly übrigens gut. Und das nicht nur, weil ich auch rote Haare habe^^. Viel zu selten trifft man auf unsichere Figuren, in Star Trek kann man den Charakteren doch eher vorwerfen, sie seien zu ausgereift, zu perfekt und zu erfolgreich. Tilly dabei zu beobachten, wie sie sich zu so einer Person entwickeln wird, stelle ich mir interessant vor. Zumindest, wenn die Showrunner sie nicht bei Gelegenheit wieder entsorgen... Außerdem habe ich das Gefühl, dass hier auch wieder "Randgruppen" in ST einbezogen werden (nein, ich meine nicht die Haarfarbe...), sondern eben jetzt das unsichere Auftreten.

Randgruppe hin oder her, Tilly ist bis jetzt neben Lorca die spannendste Figur des Casts.
Nichts gegen Queen, aber ihre Rolle ist bisher eher dünn geschrieben und teilweise nicht nachvollziehbar (Pilotfolgen)

Cut schrieb:Ihre "Special Needs" (sau lustig, dass Tilly auf das allergisch ist, was wir heute allergischen Personen geben, wenn sie mit der Natur nicht klarkommen. Ist das jemandem bei der Bett-Szene aufgefallen?) lassen es für mich möglich erscheinen, dass wir hier eine Figur mit einer zwischenmenschlichen Störung haben (vllt. nicht so krass wie Sheldon Cooper aus der BBT, aber in die Richtung angelegt). Das finde ich ehrlich gesagt viel spannender als den (sorry...) "Quoten-Homosexuellen" auf dem Maschinendeck..., dessen Aktion, Burnham in dieser Bedrohungslage einen Phaser zu geben, während die ätzende Landry dies verweigert, mir sehr gut gefallen hat. Auch seine Anti-Kriegs-Attitüde finde ich super!
Das mit dem Bett ist mir gar nicht aufgefallen? Und das mir, als Allergiker  Embarassed
Aber der Boss des Maschinenraums ist schon klasse. Ob der jetzt eine Quote erfüllen soll oder nicht, geht an mir vorbei, da ich mit Quoten eh nix am Hut habe, sondern mit Menschen (oder in dem Fall eben mit gut gezeichneten und gespielten Figuren)

Cut schrieb:Oh und dann stören mich die vielen Roboter oder Cybernetik-Aliens auf den Schiffen. Dreimal habe ich schon gedacht: Das ist hier doch Star Wars, oder? Oder schlimmer noch, was macht der Borg in der "Mensa"? Wo sind denn die Andorianer und anderen Spezies, die wir vielleicht wiedererkennen könnten. Ein Tellarite zum Beispiel wäre doch nett Wink

*Trekkie-Sarkasmus on*
Um Gottes Willen nein! Bloß nichts, was man schon aus den uralten Klamotten kennt! Wir sind doch supermodern und so!
*Trekkie-Sarkasmus off*
Okay, Spaß beiseite:
Nett wäre es gewesen, ja. Aber so konnte man mal zeigen, dass die Föderation aus mehr Völkern besteht, als nur aus gut maskierten Humanoiden.
Den Borg habe ich echt übersehen  Shocked

Cut schrieb:Im Ernst geht es nur mir so, dass ich lieber die Serie über die sieben Jahre von Burnham und Georgioi auf der USS Shenzou sehen würde?
Ehrlich?
Wenn ich mir den Pilot ansehe und wie die Rollen der beiden Führungsdamen geschrieben wurden, lieber nicht *schaudergruselpanikkreisch* Evil or Very Mad
Voyager hatte und hat bei mir (und bei meiner Frau!) schon einen schweren Stand, weil die meist männlichen Drehbuchautoren und Regisseure echte Probleme zu haben scheinen, eine weibliche Führungsebene ohne Oströgenphobie und -launen zu schreiben und darzustellen und ihnen bei jeder unpassenden Stelle unglaubliche Dialogzeilen zuzuteilen (Frauen und die angeblichen 5.000 gesprochenen Worte pro Tag). Wie oft hat mich der aufgesetzt wirkende Habitus von Janeway (Ich bin die Cheffin und ihr hört jetzt alle auf mein Komando! Basta!) angenervt  Rolling Eyes Auch die teilweise vielsagenden Blicke der männlichen Crew im Hintergrund (Achtung! Die Cheffin hat schlecht geschlafen. Also alle mal die Hosen strammziehen und aufgepasst!) gingen mir da teilweise enorm auf den Zeiger. Einzig Paris war immer ganz normal in seinem Verhalten. Janeway befiehlt, er hat eine Idee oder einen Einwand der abgelehnt wird und gut ist.
Solange da also nicht auch wesentlich mehr Frauen mit an den Dreh- und Dialogbüchern sitzen und diese wirklich dümmlichen Vorurteile über "Quotenfrauen in Führungsebenen" und "Eine Frau braucht ihre 5.000 Worte am Tag sonst ist sie ein einsamer Wolf"-Gehabe² ad acta legen, bitte nicht. Das ist selbst heute schon, wo die Frauen noch am Anfang dessen sind, was sie bei Star Trek verkörpern sollen, einfach nur schlapp.
Da hätte mich eher eine Fortsetzung von ENT, gerne auch mit neuer Crew, oder ein Sidestep aus den anderen, bereits bespielten Zeiten, mehr interessiert, wenn man schon in die Serien-Vergangenheit gehen muss.
Noch schöner wär aber gewesen, Riker als Admiral oder zumindest als Captain zu zeigen.
Stichwort: "Titan"

So bleibt DIS vorerst eine nette Si-Fi Serie mit ein paar losen Anknüpfungspunkten an mein Lieblingsfranchise.
Aber es kommen ja noch reichlich Folgen.
Smile



²
Man siehe hierzu bitte nochmal die beiden Pilotfolgen.
Klingonen ante Portas, die Lage bedrohlich, der (weibliche) Erste Offizier mosert an den Befehlen herum und dann wird im Bereitschafstraum wird erstmal die ganze Lebens- und Leidensgeschte der Menschheit ausgebreitet, bevor man endlich zum Punkt kommt und eine total dämlich konstruierte Meuterei inszeniert.
OMG!
Meine Lösung statt eines impovisierten Sitt-ins ohne Bachblütentee und Marzipanplätzchen und anschließender Meuterei:
"Sie haben Ihre Befehle, Nummer Eins. Ausführen."
Michael schaut grimmig in die Kamera, der Rest der Brückencrew widmet sich normal seinen Aufgaben und weiter in der Handlung. 1O greift sich eine Waffe (die sind ja offenbar neuerdings Standard für die Crew) und setzt den Captain aufgrund §XyZ Abs.2 Artikel 7, Abschnitt 12,5 auf Seite 30.0057 der Handlungsanweisung für Brückenoffiziere in Konfliktsitauionen ab. Kurzes Wortduell und dann ballern die Klingonen.

Ende der Folge:
Durnham wird wegen Befehlsverweigerung, beginnender Meuterei und der (nicht 100%-ig nachweisbaren) illegalen Tötung eines Klingonen, die den Krieg mit diesem Volk zur Folge hat, der Rang aberkannt.
Sie darf weiterhin in der Sternenflotte als Schütze Benjamin Dienst tun, wird aber dafür auf einer halb zivilen Forschungsposten irgendwo im Nirgendwo abgestellt.

Folge 3:
Lorca braucht Mindpower von Leuten, die nichts zu verlieren haben.
Durnham ist nach 6 Monaten auf der Station eines fernen Monds die perfekte Kandidatin. Gelangweilt wegen ihrem stupiden Job. Deppressiv, weil sie sich die Schuld an dem Krieg mit den Klingonen und dem Tod ihres Captains gibt. Als Lorca ihr über dubiose Kanäle einen kleinen Posten auf seinem Seelenverkäufer Schiff anbietet, ziert sie sich (Wir wollen die Leute ja bei der Stange halten, selbst wenn aufgrund des Seriennamens klar ist, dass sie dort anheuert).
Auf dem Flug zur Discovery kann man gerne das Shuttle einbauen. Dann aber ohne Verbrecher, sondern mit Wissenschaftlern die wie einst Soong ein wenig unmoralsich handeln, weil ihnen die Forschung näher ist, als die Zwischenmenschliches.

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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von Der Sigmarpriester am Do Okt 05, 2017 7:44 pm

Habe hier eine recht nette Zusammenfassung gefunden über die 3te Folge

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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von Silent Alien am Fr Okt 06, 2017 10:09 pm

Ich bin auch nach wie vor noch sehr skeptisch was diese Serie angeht. So viele Ungereimtheiten und Canon-Brüche ... da waren leider keine Leute am Werk, die Star Trek wirklich verstanden haben^^

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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von Adsartha am Sa Okt 07, 2017 12:29 am

husarHOUDINI schrieb:Ich persönlich habe irgendwie die ganze Folge über Sektion 31 im Kopf gehabt...
Sloan und Lorca könnten gute Freunde sein. Vielleicht sind sie ja zumindest Kollegen. Wink
mein Freund meinte auch: Das Schiff stinkt nach Sektion 31! fände ich(wir) sehr spannend Smile

und ich muss sagen, ich mochte Landrys doffen Sprüche XD (zumindest die Englischen) sie ist ein Arsch, ich mag sie *gg*

Tilly finde ich mega süß. So richtig schön "kleiner, talentierter Kadett mit Bedenken"

die Vernichtung der Glenn wiederum finde ich taktisch voll ok. Ich kann sie nicht zeitnah bergen, es ist Krieg und der Feind sitzt ums Eck. Letztendlich nichts anderes wie Selbstzerstörung irgendwo

insgesamt gefällt mir was wir bisher gesehen haben. Eine eher düstere, zusammenhängende Story und Charaktere mit Potenzial. 
Es sieht moderner aus, ja... aber damit leb ich. Das liegt einfach am 2017


Cut schrieb:
Im Ernst geht es nur mir so, dass ich lieber die Serie über die sieben Jahre von Burnham und Georgioi auf der USS Shenzou sehen würde?
Ja! Her damit!
Ich mochte die Chemie der beiden und vorallem Geogious trockenen Humor und die Shenzou war das schönere Schiff ^^

grundlegend: ich mag die neue Serie
ich bin kritisch und mit wenig Erwartung ran gegangen, aber ich freu mich jetzt schon auf Montag! spricht für DIS ^^
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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von D.J. am Sa Okt 07, 2017 8:04 am

Silent Alien schrieb:Ich bin auch nach wie vor noch sehr skeptisch was diese Serie angeht. So viele Ungereimtheiten und Canon-Brüche ... da waren leider keine Leute am Werk, die Star Trek wirklich verstanden haben^^

Mache es wie ich, und siehe es in erster Linie als eigenständige Science Fiction Serie an, die nur zufällig ein paar Design-Ideen übernommen hat.
Das mildert schon viel von dem Unbehagen ab, weil sie meiner Meinung nach bisher ohne Star Trek Bezug auch (und vielleicht sogar um Längen besser) funktionieren würde.

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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von Skippy am So Okt 08, 2017 1:47 pm

Eine schöne, gute Startfolge für das namensgebende Schiff.

Interessant, dass Captain Lorca zumindest jetzt (noch) nicht als Symphathieträger gedacht ist. Ob hier Bezüge zur Sektion 31 bestehen, kann man natürlich spekulieren. Ich persönlich denke, dieser Verein tritt grundsätzlich etwas subtiler in Erscheinung, aber mal sehen wie es weiter aufgebaut wird.

Die anderen Charaktere an Bord haben mich auch neugierig gestimmt.

Die Aussenteammission war wirklich gruselig inszeniert und erinnerte mich irgendwie an Sequenzen aus dem Computerspiel "Elite Force".

Die Atmosphäre dieser Episode war sehr düster gehalten, aber wir haben auch die Föderation in einem Kriegszustand. Man erinnere sich nur an die TNG-Folge mit Guinan und der Ente C. Da hatte die Föderation ebenfalls Probleme mit den Klingonen und es ging auch sehr viel unspaßiger, militanter und dunkler zu.

Ich könnte mir vorstellen, dass zunächst der Hintergrund um diesen Krieg weiter aufgebaut wird, der danach in einen "kalten Krieg" abflaut und man sich in der Sternenflotte wieder der Erforschung des Weltraums widmen kann.

Ich freue mich gespannt auf die nächste Folge.  Smile
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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von Dark Scipio am Do Okt 26, 2017 3:10 pm

D.J. schrieb:Ich habe jetzt auch endlich die Dritte sehen können.
Nach dem, für meinen Geschmack total verkorksten Pilotdoppler, ein echt gute Folge.
Kein Star Trek, aber gut.

Warum kein Star Trek?
Holobildschirme, ein vereinzelter Opferklingone in seltsamen Make-up, ein Captain der sich als kriegsverliebt ausweist, ein Drittel der Mannschaft in der Messe ist schwerst bewaffnet ... kurz gesagt;: das typische Mimimimimimimimi eines Alt-Trekkies. der noch mit Kirk, Sperrholzpulten und Kippschaltern groß wurde Wink


Also ist ENT auch kein Star Trek weil es moderner ist als TOS?

In Kriegszeiten und bei Transportern sollte JEDES Crewmitgleid immer bewaffnet sein. Übrigens bitte mal an die Kriegsfolge in TNG zurückerinnern:
http://www.startrek.com/legacy_media/images/200303/tng-163-guinan-serves-members/320x240.jpg

TNG ist dann wohl auch kein Star Trek. Wink


Zuletzt von Dark Scipio am Do Okt 26, 2017 3:21 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von Cut am Do Okt 26, 2017 3:20 pm

Dein Vergleich hinkt. Das von dir gezeigte Bild ist eben nicht Next Generation, sondern ein Parallelsetting...

Sei so gut und mach bitte den durchgängigen Fettdruck oben in deinem Beitrag weg.

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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von Dark Scipio am Do Okt 26, 2017 3:20 pm

Cut schrieb:Ich danke Euch, dass ihr das hier in Eigenregie angeleiert und einen eigenen Thread gestartet habt! Super Truppe haben wir hier Smile

Ich hole meinen Senf aus dem allgemein DIS Thread nochmal hier rüber, den ich zu Folge 3 geschrieben habe bzw. erweitere ihn. Da müsst ihr also alle nochmal lesen, um rauszufinden, was ich noch wichtiges von mir gegeben habe^^

Zum allgemeinen Kontext der Serie (hihi, schlechter Wortwitz voll beabsichtigt) habe ich drüben, im entsprechenden Thread noch was gepostet.

Vorneweg: Die Sprüche von der neuen Sicherheitschefin fand ich ja einfach nur mega schlecht. Schon auf der Shuttlerampe die Begrüßung fand ich albern. Das gipfelte dann auf dem Korrido, dem Weg zur "Fütterung der Tiere". Unglaublich lästig. Und nicht zum Setting passend. Finde ich.

In der Föderation müssen alle lieb sein, selbst auf einem Special Task Force Schiff, dass den KRIEG beenden mithelfen soll? Schon mal unter Soldaten gewesen? ALLE Star Trek Sicherheitsoffiziere (Yar, Worf, Reed, Tuvok) zeichneten sich durch eine schärfere z.T. unfreundliche Art aus.

Die Folge heute fand ich sehr merkwürdig; da waren Ansätze von dem, was ich bei Star Trek (auch in einer "mordernen Form") erwarte: Wiederekennbare Optik (cardassian Voles, Gorn hinter Glas, Tribble..., sowas) war zumindest schon mal da. Ein klein wenig liebe zu alter, klassischer Literatur (Alice im Wunderland), doch insgesamt war das doch nichts Halbes und nichts Ganzes...

Offensichtliche Fragen (und Anmerkungen):

Was soll überhaupt die Eröffnungssequenz auf dem Shuttle? Ein einzelner Pilot und keine (!) Wächter fliegen auf einem Gefangenentransfer von vier vermeintlichen Schwerverbrechern (Auf "Meuterei" steht wohl lebenslänglich und einer von den Kerlen brüstet sich damit, ein dreifacher (?) Mörder zu sein...). Dann werden Strafgefangene in dieser Föderation wohl zu Zwangsarbeit in Minen gezwungen. Bitte, was?

Warum nicht. Erstens ist das nun gerede der Gefangenen und zweitens ist eine Beschäftigung für Gefange humaner als Nichts-Tun.

Dann der Shuttlepilot: Der Pilot ist nicht nur die Inkompetenz in Person, sondern ist allein mit vier (vermeintlichen) Schwerverbrechern (einer davon wohl ein Mörder)?! Läuft munter durch das Abteil, wo die Gefangenen sitzen und "steigt dann aus"? ooookay... Das wirkt alles sehr, sehr herbei gekünstelt und ziemlich schwach.

Less with more: Technik schafft Effizenz.

Und so wie es sich im Subtext darstellt, ist das ja alles eingefädelt mit dem Shuttle. Was bedeutet, dass unser neuer Captain ganz gezielt den Tod des Piloten des Shuttles in Kauf genommen oder sogar herbeigeführt hat, um die Sache mit "Mickey" einzufädeln...

Im Theater sterben die Menschen übrigens auch nciht wirklich und das war ja wohl alles Theater.

Warum sitzt Burnham nochmal im Knast? - dazu komme ich später noch einmal - wenn ich mich nochmal über die "Gerichtsszene" im Piloten auslasse und die - absolut berechtigte - Frage, warum alle Burnham so sehr hassen.

Wegen Meuterei?

Doch weiter im Folgenverlauf:

Warum fliegt ein super kleines Außenteam mit einem Shuttle (wie wenig belastbar und vertrauenswürdig die Dinger sind, haben wir ja zu Beginn der Folge sehen müssen) an den Rand des klingonischen Raums - warum macht das die Discovery nicht selber? Insbesondere, wo doch die Technologie so wichtig sein soll?
(Zumal das Schiff ja später in der Folge plötzlich einfach da ist, um das Wrack der Glenn wegzupusten... Albern.

Nennt sich: Erst aufklären, dann ganz hingehen, seit 3000 Jahren im Militär bewährt.

Dann haben wir Techno Gebabbel übelster Sorte mit dem Sporen-Antrieb. Da kann ja nichtmal TNG mithalten^^

Und was soll der Black Alert... Ernsthaft jetzt...?

Ein Status für den Testzustand? Was sollen sie sonst ausrufen? Roten Alarm obwohld er was ganz anderes regelt?

Und warum wird die Mission von der Landing Party nicht abgebrochen, nachdem man auf dem Schiff auf dem alle Mann tot sind und man seltsame Kratzspuren (von irgendwas Großem in gehörtetem Stahl findet!) also auf eine unbekannte Macht trifft, die offensichtlich gerade einen Zwölfer-Trupp Klingonen abgeschlachtet hat?! Glauben die wirklich, die haben das im Griff?
Klar, rufe ich da nicht nach Verstärkung sondern bleibe vor Ort mit grad mal zwei Sicherheitswachen dabei. Echt?! Not in my Starship...

Zeitabfolge beachten: DIREKT nach der Entdeckung der toten Klingonen waren sie selbst schon in der Gefahr. Für alles beschriebene war doch gar keine Zeit.

Und wo kam das Vieh eigentlich her? Haben die Klingonen das mitgebracht? Ist das aus der Transporterkammer "hergesport" worden oder was?  Wenn ich mir unseren Captain so anschaue, habe ich noch eine ganz andere, viel gruseligere Idee...

Unter dem Strich... Hm. Naja, was Sebastian sagt, stimmt schon. Eine nette Popcorn-Action-SciFi-Folge, mit Aliens-of-the-Week Thema und minimaler Charakterstudie... Aber vom Hocker reisst mich das auch noch nicht. Und schonmal garnicht als Star Trek.

Wieso ist Saru auf einmal Erster Offizier eines nagleneuen und scheinbar mega wichtigen Schiffes? So richtig mit Ruhm bekleckert hat er sich bei der Schlacht gegen die Klingonen nicht. Und dass er ein Schisser vor dem Herrn ist, sollte sich ja rumgesprochen haben. Da ist ja selbst der zappelige Rotschopf mutiger. Die stellt sich wenigstens ihren Ängsten.

Weil ein erster Offizier eher klug als mutig sein sollte?

@Der Sigmarpriester: Ich finde die Figur von Cadet Tilly übrigens gut. Und das nicht nur, weil ich auch rote Haare habe^^. Viel zu selten trifft man auf unsichere Figuren, in Star Trek kann man den Charakteren doch eher vorwerfen, sie seien zu ausgereift, zu perfekt und zu erfolgreich. Tilly dabei zu beobachten, wie sie sich zu so einer Person entwickeln wird, stelle ich mir interessant vor. Zumindest, wenn die Showrunner sie nicht bei Gelegenheit wieder entsorgen... Außerdem habe ich das Gefühl, dass hier auch wieder "Randgruppen" in ST einbezogen werden (nein, ich meine nicht die Haarfarbe...), sondern eben jetzt das unsichere Auftreten.

Ihre "Special Needs" (sau lustig, dass Tilly auf das allergisch ist, was wir heute allergischen Personen geben, wenn sie mit der Natur nicht klarkommen. Ist das jemandem bei der Bett-Szene aufgefallen?)

Nein nicht aufgefallen, das ist wirklich lustig.

lassen es für mich möglich erscheinen, dass wir hier eine Figur mit einer zwischenmenschlichen Störung haben (vllt. nicht so krass wie Sheldon Cooper aus der BBT, aber in die Richtung angelegt). Das finde ich ehrlich gesagt viel spannender als den (sorry...) "Quoten-Homosexuellen" auf dem Maschinendeck..., dessen Aktion, Burnham in dieser Bedrohungslage einen Phaser zu geben, während die ätzende Landry dies verweigert, mir sehr gut gefallen hat. Auch seine Anti-Kriegs-Attitüde finde ich super!

Oh und dann stören mich die vielen Roboter oder Cybernetik-Aliens auf den Schiffen. Dreimal habe ich schon gedacht: Das ist hier doch Star Wars, oder? Oder schlimmer noch, was macht der Borg in der "Mensa"? Wo sind denn die Andorianer und anderen Spezies, die wir vielleicht wiedererkennen könnten. Ein Tellarite zum Beispiel wäre doch nett Wink

Die mangelnde Diversität stört mich auch. Gerade Andorianer und Vulkanier würden doch perfekt in dieses "wir müssen erst den Krieg gewinnen" Testschiff passen.

Naja, ich schicke das mal ab, ich kann ja später nochmal posten... Wink

Zum Beispiel mehr zum Captain Ahab-Verschnitt und der dubiosen Rechtsauffassung in der Föderation zu Zeiten von DIS Wink


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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

Beitrag von Dark Scipio am Do Okt 26, 2017 3:22 pm

Cut schrieb:Dein Vergleich hinkt. Das von dir gezeigte Bild ist eben nicht Next Generation, sondern ein Parallelsetting...

Sei so gut und mach bitte den durchgängigen Fettdruck oben in deinem Beitrag weg.

Es ist das TNG Setting in dem die Föderation im Krieg mit den Klingonen ist, also das perfekte Beispiel.

Und fett war es noch, weil es urspünglich im Quote selber war. Sorry.
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Re: Star Trek: Discovery - S01E03 "Context Is for Kings"

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